“Meine Türkei ist so tot wie meine Großmutter“ - Diplomatentochter über das Land am Bosporus

Veröffentlicht vor 10 Tagen in der Kategorie Soziales von packmich.

Elif Shafak, Schriftstellerin und Diplomatentocher, kommentierte in einem Interview mit dem Spiegel nun die aktuelle Lage, ihres Heimatlandes, der Türkei. Shafak war in einer Türkei aufgewachsen, die neben dem Namen nur noch wenig mit dem aktuellen Land unter Präsident Erdogan gemeinsam hat.

Früher gab es im Land ein ganz anderes Lebensgefühl. Man feierte gerne, auch in kurzen Kleidern, man traf sich auf der Straße, feierte gemeinsam das neue Jahr, während man Musik hörte, dazu tanzte und leckere Gerichte aß. Zum Höhepunkt des Jahreswechsels ging ihre, mittlerweile verstorbene, Großmutter in ein Zimmer und betete zu Allah für ein gutes neues Jahr. So gab es in der Türkei immer eine hybride Beziehung zwischen der islamischen Kultur und der modernen Welt des Westens.

Diese Türkei gehe nun langsam aber konstant zugrunde. Immer mehr nationalistische Tendenzen und islamistische Strömungen zerstören die weltoffene Haltung der Türkei, die sich in den letzten Jahrzehnte entwickelt hatte.

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